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Regisseur Annaud gelang ein höchst erotischer Film
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Lolita in Indochina: Erotikdrama nach dem Skandal-Bestseller von Marguerite Duras
Marguerite Duras' sehr erotische Chronik "L' amant" wurde 1984 mit dem "Prix Goncourt" ausgezeichnet, dem höchsten französischen Literaturpreis. Darin schildert sie unverblümt eine aufregende Episode aus ihrer Jugendzeit, als sie gerade 15jährig in Indochina eine von Lust und animalischer Leidenschaft geprägte Liaison mit einem gut zehn Jahre älteren chinesischen Aristokraten hatte. Jean-Jacques Annaud, Regisseur so unterschiedlicher Filme wie "Am Anfang war das Feuer", "Im Namen der Rose" und "Der Bär", erhielt das Angebot, den als skandalös empfundenen Stoff zu verfilmen. Das von ihm erarbeitete Skript stieß jedoch bei Madame Duras auf heftige Ablehnung (vor allem die Darstellung ihres einstigen Liebhabers). Auch wenn die Autorin sich erbost von dem Werk distanzierte, so gelang Annaud doch ein höchst erotischer Film, der den Zuschauer in einen Sumpf widersprüchlicher Gefühle zieht. Neben der außergewöhnlichen Fotografie beeindruckt vor allem Jane March durch ihre sinnlich-laszive Spielweise. Sie ist das Alter ego von Marguerite Duras, das Ende der 20er Jahre auf einer Mekong-Fähre die Aufmerksamkeit eines Chinesen (Hongkong-Top-Star Tony Leung) erregt. Die folgende Zeit verbringen die beiden vorzugsweise im Bett. Ihre Liebe scheitert schließlich an den kulturellen Gegensätzen.
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