Im Reich der Sinne: Was verraten unsere Träume über geheime erotische Wünsche? Eine Entdeckungsreise zu den Chiffren der Nacht.
Nacht für Nacht passiert es wieder. Der Vorhang fällt, die Vorstellung beginnt: Mal sind es flüchtige Sequenzen, mal opulente Gefühlsdramen, die wir sehen und zugleich miterleben. Wir spüren Kälte und Hitze, Gänsehaut und Pulsschlag. Wir empfinden Angst, Aufregung oder tiefe Glücksgefühle. Manchmal erzählen unsere Träume auch Geschichten, die uns verwirren, nicht mehr loslassen. Von fremden Händen, die uns hart anpacken, innigen Küssen, die uns Schauer über die Haut jagen, oder lustvollen Spielen von Macht und Unterwerfung, die uns im realen Leben fremd sind.
Oder doch nicht? Haben diese nächtlichen Fantasiereisen überhaupt einen Sinn? Für Dr. Michael Schredl vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim, überhaupt keine Frage: "Wer sich mit seinen Träumen auseinander setzt, kann sein Leben besser meistern." Längst sind Träume zum seriösen Forschungsfeld von Psychologen und Schlafexperten geworden, das mit den mystisch-vernebelten Theorien von Esoterikern und New-Age- Spiritisten wenig zu tun hat.
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