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So sehen die sexuellen Fantasien von Elite-Studenten der amerikanischen Harvard-Universität aus: Foto aus dem viel diskutierten Magazin H Bomb, das von Frauen gemacht wird
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In den USA macht seit dem vergangenen Sommer ein Pay-per-View-Kanal namens Playgirl TV von sich reden, der sich ebenso direkt an weibliche Zuschauer richtet.
Stimulierende Filme und gar erotische Seifenopern werden hier der zahlungswilligen Frau angeboten. Sender-Chefin Kelly Holland war unter dem Pseudonym Tony English eine der ersten Regisseurinnen im Pornogeschäft überhaupt. Sie weiß, dass Frauen vom klassischen Porno eher abgetörnt werden und mehr Wert legen auf Ästhetik und Inszenierung. Der Zeitung Die Welt sagte sie: "Frauen haben einen viel ausgeprägteren Sinn für Mode, sie verabscheuen es, wenn Darstellerinnen diese billigen Plateauschuhe tragen. Sie wollen schöne Unterwäsche sehen, Qualität wie Victoria’s Secret oder noch besser Prada. Nichts, was nuttig oder trashig aussieht. Frauen projizieren sich in eine Umgebung hinein, in der sie sich selbst wiederfinden wollen."
Genauso sehen das auch die Elite-Studenten der Universität Harvard, die mit ihrem Erotik-Magazin H Bomb im vergangenen Jahr für ein mittleres Erdbeben in den prüden USA sorgten.
Kunstvolle, explizite Aktfotos von und mit Studenten, Sexaufklärung und saftige Kurzgeschichten für "Hot Minds & Brilliant Bodies" – so das Editorial – sollen für eine intelligente Erotisierung des studentischen Alltags sorgen. Die Erfinder und Chefs von H Bomb: zwei Frauen. Wann immer Frauen sich mit Pornografie beschäftigen, bedeutet dies offensichtlich eine Qualitätsoffensive in einem Markt, dessen Niveau lange scheinbar naturgemäß unter der Gürtellinie dümpelte: Die Hefte waren am ersten Tag ausverkauft. Jetzt warten alle auf die Winter-Ausgabe. Offenbar läuft das Geschäft auch bei Playgirl TV so gut an, dass der Sender schon jetzt den europäischen Markt anpeilt. Auf der TV-Programm-Messe MipCom in Cannes nahm Kelly Holland bereits Kontakt mit Bernhard Müller von der schweizerischen Erotic Media AG auf. Der größte Lizenzhändler für Erotikfilme in Europa beliefert zusammen mit Beate Uhse das Sex-Programm des Pay-TV-Senders Premiere. Wird Playgirl TV bald schon in Deutschland laufen? "Mal schauen", meint Müller. "Ich sehe auf jeden Fall Potenzial bei den Frauen." Gerade sichtet er das Anschauungsmaterial aus den USA. "Allerdings weiß ich nicht genau, ob Erotikfilme von Frauen für Frauen wirklich anders aussehen", gibt er zu. Und ob – meinen unisono alle Damen, die sich intensiver mit dem Thema auseinander setzen und beklagen, dass Frauenpornos immer noch ein Mauerblümchen-Dasein fristen: Es gibt kaum welche, und noch schwieriger ist ihr Erwerb. In den Videotheken und gängigen Sex-Shops wird frau jedenfalls selten fündig – billig gedrehte, vulgäre, männliche Dominanz-Fantasien beherrschen den Markt. Und ein gängiges Urteil lautet: Es werden doch schon alle Sex-Spielarten gezeigt, also sollen sich die geneigten Frauen daran bedienen!
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