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Die Masturbation streichelt den Körper, kitzelt die Sinne, erfüllt Sehnsüchte, erzählt Geschichten
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Die privateste Sache der Welt: In der sexuellen Eroberung des eigenen Ichs gehen Körper und Geist eine geheimnisvolle Liaison ein – mit vielen lustvollen Folgen …
Sie streichelt den Körper, kitzelt die Sinne, erfüllt Sehnsüchte, erzählt Geschichten. Sie führt uns in bekannte und oft auch fremde Welten, geradeaus zum Gipfel der Lust oder auf Umwegen. Sie ist so geheim, dass sie im Verborgenen spielt. Um sie zu entdecken, braucht es jedoch nicht viel – etwas Ruhe, ein wenig Konzentration, zwei geschickte Hände; und schon haben wir sie: die Selbstbefriedigung. Das vollendete Zusammenspiel von Körper und Geist, die lustbare Harmonie von Fantasie und schlichter Handarbeit.
Geschätzte 98 Prozent der Männer tun es, bei den Frauen sind es exakt 77,8 Prozent – so eine aktuelle Studie der Berliner Charité. 18 Prozent der Damen machten aber keine Angaben, was die Studienleiterin Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli als Beleg für weibliche Hemmungen ansieht: "Masturbation ist offenbar für einen größeren Teil der Frauen immer noch ein Tabu." Sind Frauen verklemmter, wenn es darum geht, den Genuss der Selbstliebe zuzugeben? "Zumindest haben sie es schwerer", sagt Dr. Frank Sommer, Urologe und Privatdozent an der Universität Köln. "Ihnen fehlt in der Kindheit lange der Bezug zum eigenen Körper. Die Geschlechtsorgane sind bei ihnen stärker tabuisiert."
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