|
 |
| |
|
"Wirkliche Tabus gibt es nicht mehr"
>> ZOOM |
|
|
| |
|
Zu dritt. Anal. Gefesselt. Viele träumen davon, aber nur wenige leben sich wirklich aus.
Was geschieht mit denen, die sich trauen – und mit jenen, die sich nicht trauen?
Komm herein, tritt ein in die fremde wilde
Welt. Ein Mausklick reicht, und schon öffnen sie sich, die Fenster zum Paralleluniversum, in der andere Menschen anscheinend ständig super Sex haben. Zu dritt. In Gruppen. Anal. Oral. Vertikal. Hast du dich schon verführen lassen? Warst
du auch dabei? Bei Dingen, für die sich
deine Großmutter, wenn sie davon wüsste, im
Grab umdrehen würde?
"Gerade das Kryptische, das Geheime,
das Verzauberte ist es doch, was uns
anzieht", sagt Psychotherapeut Dr. Oliver
Urban. Die Frage, ob wir mit unseren
Wünschen, Sehnsüchten und Taten
dabei noch normal ticken, lässt sich allerdings
immer schwerer beantworten. In seiner ureigentlichen Bedeutung meinte das polynesische Wort Tabu sowohl
"heilig" als auch "unantastbar" –
es beschrieb
also im doppelten
Sinne
das Unberührbare. Heute ist mit einem
Tabu
vor
allem
das
Unbekannte
gemeint.
Nur dass es eben relativ schwierig
ist, in einer Welt, in der Latexkor sagen
und
Handschellen
scheinbar
normal
geworden sind, noch ein Geheimnis zu
entdecken.
Urbans
harte
Erkenntnis:
"Wirkliche Tabus gibt es nicht mehr. Indem alle sexuellen Neigungen öffentlich
rauf- und runtergebetet werden,
bleibt nichts übrig, was noch
schockieren könnte – abgesehen von
krankhaften Perversionen wie etwa
Pädophilie."
|