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Amour Fou |
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Sinnlos und großartig |
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Juliette Binoche und Jeremy Irons in "Verhängnis"
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Diese Art von Liebe ist reine Anarchie. Falscher Mann, falsches Timing, falsche Hotels. Das macht sie erst recht großartig.
Weil die Franzosen nun mal ein Weltmonopol auf alles haben, was unmoralisch, ruinös und suchtbildend ist (Foie gras, Haute Couture, Château Pétrus 1959), verdanken wir ihnen auch die Erfindung der härtesten Liebesdroge, die auf dem Markt ist: Amour fou.
Eine Amour fou ist das, wovor uns unsere Eltern immer gewarnt haben: eine unmögliche, unvernünftige, rauschhafte Liebe, sinnlos, maßlos, unkontrollierbar. Also das, was man sich immer erträumt – die unverschnittene Ware, der reine Stoff, der große Gegenentwurf zur Mattheit des Alltags. Mindestens eine solche „Besser nicht“-Liebe sollte man in seinem Leben gehabt haben, einmal dahingerafft worden sein, einmal am Rand des Wahnsinns gestanden haben. Danach liebt man anders, vorsichtiger vielleicht, respektvoller vor der Macht der Gefühle auf jeden Fall. Und wie geht das nun? Wir haben den Weg in sieben Schritten nachgezeichnet.
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