EROTIC BLOG

Am Rücken

29. Juni 2010
Trinkschale (um 470 v.Chr.)

Erotische Trinkschale (circa 470 v.Chr.)

Wer will bei einer solchen Hitze schon großartig rumturnen? – Vielleicht gar vor dem Verkehrsstau um halb 8? Oder etwa nach Büroschluss um halb 7? Geh bitte! ….
Und überhaupt kommt dieser Text diesmal eventuell nicht an. Wegen der vielen Klammern. Und der vielen Orgasmen. Und der Hitze. Und der Maus auf dem Mars.

Na geh, ist Ihnen die Einleitung in Summe gar jetzt schon zu viel? Ob der Hitze und des Jobs grad vielleicht? ;)

Unlängst musste ich mir sagen lassen, ich wäre faul. Ich würde nur öde rumliegen. Ich ließe mich missionieren. Ich würde es mir einfach machen lassen (gemeint ist freilich der Akt des guten, energischen, aktiven Befickens zum Zwecke eines sexuellen Höhepunktes. Bestenfalls beider Teile. Und von der Anzahl war nie eine Red!). Ich würde mich nicht bewegen. Ich würde wie am Fließband kommen (und nix dafür tun. – Obacht! Das ist der aktuelle Hauptanklagepunkt! – Und ich frag Sie, sind sieben Mal innerhalb 60 Minuten “Liebesspiel” inklusive Vorspiel allen Ernstes viel? Hab ich mir das nicht verdient? ;) Und ganz nebenbei…der trotzige Vorschlag seinerseits, ich “solle mich doch bemühen”, würde trotz empathisch-kreativer Darbietung meinerseits zu keinem erneuten Samenerguss führen. Sag ich jetzt mal. – Und?). Vorgeworfenes Fazit: Ich wäre also undankbar. Das dazu passende Attribut “langweilig”, das ab sofort im Raum schwebt (bis zum “;)” am Ende des Beitrags, das dem Ganzen dann doch ein finales Zwinkern aufsetzen soll…), entspringt meiner eigenen unerschöpflichen Assoziationsgabe und hat nichts mit dem Wortschatz des hier bestens beschriebenen (wie ich selbst finde. Muss ich Wohl oder Übel auch, wenn’s von mir kommt. Ähm…) nörgelnden Mannes zu tun. Dem Himmel sei Dank steht der mit seiner Meinung trotz fehlendem “langweilig” alleine da. – Und es schwebt übrigens unerbittlich! Das fade Attribut, das seit kurzem meine Liebesspiel-Technik beklebt. … Ach du Scheiße!

Aabeeeeer! Oder vor allem. Oder was weiß der Teufel was! Zumindest im Konjunktiv, der sich für mich aber wie ein einnehmender, vorwurfsvoller Imperativ anhört… (und das sind die schlimmsten!) – ER also. Er wäre keine Maschine. Und er würde immer drauf schauen, dass ich (Lust-)Spaß hab. Und er müsste alles (sic!) allein machen. Und er wolle, dass ich mich wieder (das Wort “wieder” wurde benutzt, echt jetzt!) bemühe (man glaubt es kaum in diesem Zusammenhang und weiß nicht, ob man sich wundern oder daran erfreuen soll!). Und er würde ja jedes Mal nur ein einziges Mal abspritzen (ja eh bedauerlich. Wirklich! Aber warum bloß?). Und das ginge so nicht weiter…

Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich kann mit Kritik umgehen. Es prallt an mir ab, wenn man mir sagt, ich kann nicht kochen. Ich bleibe standhaft, wenn man mich ob meines Links/Rechts-Problems auslacht (Fragen Sie nicht weiter und mich schon gar nicht nach dem Weg!). Und die Sprachlosigkeit ob meiner überbunten Monchichi-Geldbörse (ja, meine 70er-Kindheits-Sentimentalität ist beinah neurotisch. Beinah!) ringt mir keinerlei beschämte Erklärung ab.

Aber wenn man meine Einpark- oder Fickfähigkeiten kritisiert… – Da hört sich der Spaß auf, sapperlot! – Und außerdem hör ich ihn so und so binnen vier After-Ejakulations-Minuten schnarchen. Diesen Mann da. – Also bitte! … Wozu die Aufregung?

Gut, gut! Ich gebe zu, ich mag Käfersex. Vor allem dann, wenn ich die Beine nicht allzu hoch und dennoch gespreizt halte, den linken Arm um seinen Nacken lege und Zeige- wie Mittelfinger rechter Hand den Kitzler reiben. Nebstbei hebe ich den Rumpf etwas. Ich denke, durch diese ausgeklügelte Choreographie nimmt mir diese Stellung etwas den Atem. Sie wissen ja, ich mag das. Aber probieren Sie’s mal allein und im “Trockenen”! –>

Ich wiederhole: Die Beine auseinander. Den linken Arm nach oben wie um einen Hals geschlungen. Die rechte Hand fasst (meist) nach hinten, kopfwärts (der eigene! Kopf natürlich.), und krallt sich in den Polster (oder die Decke oder so. Irgendwas brauchen Sie! Etwas halt, das beim Anhalten nicht “Aua!” schreit und die verwegene, aussichtsreiche Beglückungs-Situation ruiniert!). Linker Ellbogen nach vorne, Richtung Mann. Oberkörper leicht gehoben, Schultern nach vorne, Kopf nach hinten fallend. Was Sie mit den Augen machen, bleibt dem Moment überlassen. Entweder Sie betrachten Ihr Vis-A-Vis und casten es für den aktuellen Porno in Ihrem Kopf oder Sie schließen die Augen und lassen (auch) andere (virtuelle Akteure freilich! Zumindest in diesem Fall.) mitspielen. Und wehe, es gibt jetzt wieder Probanden-Meldungen, das wär alles zu kompliziert im realen Handling! ;)

Ob er (wie auch immer Sie ihn nennen wollen…Glücksspender, Geliebter, Bärli, Du,…) die Augen in diesem (mühsam erkämpften) Sex-Stadium “Teil 4 von 6″ (mir doch Schnuppe, worum’s bei den anderen 5 geht…) offen oder geschlossen hat, ist völlig egal. Sie (die Augen) sind Teil Ihres (ja, Sie! Sie, die Sie sich grad unnötig kompliziert zu verrenken versuchen! Sie sollen doch locker bleiben! – Da müssen Sie jetzt durch! – Sex ist kein Spaß! – Zumindest nicht dieses Mal… bei beinah 30 Grad Celsius (oder 27, 28 oder 29. Eh alles gleich.) und einem 9.5 Stunden Arbeitstag (oder 8 oder 9. Eh alles gleich.) – …Bikram Yoga kostet Sie um die 14 Euro für 90 Minuten Workout. Gut fürs Atmen. Gut für die Gelenke. Gut fürs Dehnen. Gut für alles. Sagen die. Die Dusche müssen Sie sich danach erkämpfen. Nackte Frauen sind unerbittlich! – Nachschwitzen und eklatanter Schönheitsverlust nach der Session inklusive. Das scheue Erröten nach einem Kompliment ist damit nicht verwandt. Leider! – Hierbei (beim ebenso archaischen Am-Rücken-Liegen und Atmen und Dehnen und so, sei Ihnen wenigstens die Dusche vergönnt. Sie allein. Maximal mit Mann ohne Lust. Und der bleibt eh meist genau da liegen, wo er hingespritzt hat. Keine Sorge!) Das mit der After-Optik hängt von Ihrem vorangegangenen (sexuellen) Engagement ab. Oder der Pivot-Tabelle, die Sie 4 Stunden lang beschäftigt hat. Oder (oder noch schrecklicher! – Statt dem harmlosen “Oder” ein unbarmherziges “Und”) der neuen “Die Maus am Mars”-Ebay-Ersteigerung Ihres Kollegen.) …

Und trotz allem (wegen der Hitze und dem Job grad. Sie wissen schon!) schaut der Afterworks-Sex auf den ersten Blick wie einfach gestrickte Belohnung aus. Ein flüchtiger Moment war’s. Die Zündung mein ich. Die initiale. Wer weiß, was ihn an Sex hat denken lassen…ach, egal! Hauptsache ich krieg Küssen, Massieren, Erregen, Ficken, Massieren, Erregen, Küssen. Erregen, Ficken, Erregen, … Easy! … Und voller Vorfreude, Währenddessenfreude und Nachfreude … wie ein Einmach/Einweg-Porno (ganz ohne Gummi-Dichtung und Plopp!-Geräusch beim sensitiven Öffnen und dem ungehemmten Verzehr danach. Versprochen! – Simpelst! Für schlechte Zeiten. Als Nachspeise. Nur für Sie! Aber gefinkelt, mit versteckter Nachwirkung. Aber wenigstens ohne Kalorien…). Sie glauben immer noch, er tut das alles nur für Sie, gell?! Haben Sie sich auch verdient! Eigentlich. Diese Gaukelei. Scheißegal, wie’s wirklich ist! – Was für ein Tag! Beladen und viel zu heiß. Scheiß Tag! – Die Popo-Massage tut gut. So ganz ohne Hinterngedanken. (Kommen Sie, loben Sie mich doch für dieses abgelutschte Wortspiel! Ich brauch das heut!) Und obendrauf: Er schaut Sie an. Wortlos wie immer. Macht ja nix! Er spricht in Ihrem Kopfporno zu Ihnen. “Du dreckige Sau, spritz!” Ha! Leiwand! Und geil wird das… Langsam fickt er. – Hat er sie geschlossen (ja, die Augen! Nicht abschweifen bitte, auch wenn’s schwer fällt! Die Pivot-Tabelle blitzt ab und an ins Bild. “Bitte entschuldigen Sie die aktuelle Bild-Störung!” Ja eh. Mach ich!), tut das jemand anders. Zumindest im Kopf. Wir sind ja wieder beim weiblichen Hirnbelohnungsporno. “Die dreckige Sau fickt dich. Ja, das magst du, nicht wahr?! Der Sklavenschwanz fickt dich den ganzen Tag, wenn ich es will!” Und wenn das nicht hilft, wird auch er angesprochen: “Spritz in sie rein! Ich will sie auslecken! Ich will ihren Fotzensaft trinken!” Ja, ich weiß, Sie können nichts für Ihre Fantasien! Woran sollte frau sich sonst aufgeilen, wenn sie täglich excelt und delegiert? … Und jetzt bloß immer wiederholen! “Ficken, ficken, ficken, …” Und dazu der Typ, der monoton die Muschi fickt. Das Bild im Kopf muss bleiben.

Und jetzt ehrlich…warum sollt ich mich bei so perfektem (Wohlfühl-Garantie-)Treatment (nimm 7, mach 1! – Klasse Deal!) noch bewegen? Warum sollt ich mich drehen und ihm (müde von Hitze und Job, Sie wissen ja!) meine Make-Up-Rest-und-Alltag-Dreck-Schwitze von der Nasenspitze auf den Hals tropfen lassen? (Den Mund treff ich dabei meist eh nur zufällig. Aber wenn *hosanna!*, wird der Moment als “megageil” abgespeichert (ja, von ihm natürlich…) und wenige Tage danach als “Arger-Fick” in Erinnerung gebracht (ja, mir natürlich…). Mit dem einzigen Ziel, diese Situation ab sofort in regulären Geschlechtsverkehr (das Übliche) einzubauen. Egal, ob der 5 Minuten oder 1 Stunde und 50 Minuten dauert. Egal, ob samstags 14:00 Uhr oder dienstags 08:00 Uhr. Na eh super…) Ich mag das Missionieren. “I like!” (alles andere als “langweilig”) und sag’s auch allen auf Facebook. Andere Stellungen, die aktive(re)s Handeln erfordern, ermüden mich grad zu sehr. Aber es gibt sie. Und ich fick sie. Aber nicht jetzt. Bei der Hitze und dem Job grad. Sie wissen ja! – Dafür gibt’s all diese nervigen konditionierten Werbepausen-Gedankenfetzen währenddessen. Das macht’s ein bisserl kommerziell…und verrucht. Oder zumindest will ich mir das ungestört einbilden. – Dem Pflichtenheft fehlt die Menü-Struktur! Die Agentur muss den Style-Guide bis Donnerstag fertig haben! Und bei der eigens erstellten Sitemap kennt sich keine Sau aus! – Na eh! Ich mach’s eh! – Und danach (so ab 19 Uhr) will ich wenigstens gefickt werden. Wie ein Stück von irgendwas. Irgendwas Geilem halt. Mit Bonus (für die erreichten Key Performance Indicators. Oder wie das Zeug heißt.). Für meine Bemühungen. Und ich erwarte mir zumindest einen Orgasmus, eh bloß einen. Ist das nicht niedlich? “Herr Ober, ein Orgasmus bitte!” – “Kommt sofort, gnä’ Frau!” Aber wirklich jetzt! – Ablenkung. Mit dem Typen, der “dreckige Sau” nur in meinem Kopf sagen kann und mich mechanisch bis an die 10er Grenze fickt oder mit dem, der fickt, weil ein anderer das verlangt. Eh alles dasselbe… – Hauptsache Kommen! Am Rücken.

Rückendeckung also. Missionarsstellung klingt blöd! – Ach ja, ihren Namen hat diese Stellung nach landläufiger Meinung daher, dass christliche Missionare bei der Christianisierung anderer Völker diese Stellung als die einzig zulässige beim Geschlechtsverkehr zwischen Eheleuten durchzusetzen versuchten. Das ist jedoch unzutreffend. Sagt Wikipedia. Und weiters: Menschen und Menschenaffen sind die einzigen Lebewesen auf der Erde, die den Geschlechtsakt auch in nennenswertem Ausmaß von Angesicht zu Angesicht praktizieren – und damit wesentlich direkter auf den im Gesicht ablesbaren Gefühlszustand des Partners reagieren können. Laaaangweeeeiiiliiiig!

Aber ja, stimmt schon, ich winde mich seit Beginn dieses Beitrags und suche nach Ausreden. Und meine Vertuschungs-Füll-Ablenkungs-Klammer-Verbindungs-Sätze lesen sich beim zweiten Anlauf versprochenermaßen leichter als beim ersten Mal. Sie verlieren dadurch ihre Bremswirkung. Echt! Und das Gute dran: Durch die (seien Sie nicht so zimperlich! So schlimm ist es nun auch wieder nicht!) Wiederholung behalten Sie mehr von meinem Geschwafel. Und vielleicht gefällt’s Ihnen ja auch! Manche sind ja beim ersten Mal nicht zu überzeugen. Sagen die. Die vom Bikram Yoga. Aber die fighten ja auch beim Duschen…

Also…echt jetzt, ich lieg wirklich gern am Rücken. Ich nehme gern an. Sozusagen. (Klingt etwas zu weibisch, nicht? – Egal!) – Viele meiner Orgasmen (ab wann sind viele eigentlich multipel?) fangen dadurch erst an. Lassen Sie mich also (manchmal) rücklings liegen, wenn Sie sich bei mir einschleimen (hoho!) wollen. Und zählen Sie mit! Sie könnten damit angeben! Inklusive Rückendeckung ;)

This entry was posted on Dienstag, Juni 29th, 2010 at 03:59 and is filed under Allgemeines. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
E.K. sagt:
29. Juni 2010 um 13:06

also – mal so als schon länger mitlesender und schmunzelnder Mann ;-)
ich LIEBE es, zu missionieren. und ebenso, die vielleicht gestresste, müde oder genervte Gespielin einfach mal zu bedienen und ihr den Kopf frei zu ficken! Das schöne daran ist doch: ich kann mir meinen Stress selbst “abficken”, hab ihren schönen Busen direkt vor den Augen/Mund/Hand etc. Ich darf das Tempo bestimmen, den Winkel und die Tiefe – was fehlt dem Herren? Gut – ab und zu wünsche ich mir auch die eine oder andere Motivationsspritze – blasen, Eier kraulen oder massieren und – am allerliebsten – selbst mal ordentlich mit den Dildo gefickt werden. Aber ich bin mir sicher, Ihr Missionar wird daran keinen echten Mangel leiden…?! Also – sagen Sie ihm, er soll froh sein, Sie gelegentlich bedienen zu dürfen. Anderenfalls drohen Sie ihm an, ihn zu heiraten. Dann ist es nämlich selbst mit missionarischem Eifer schneller vorbei als ihm lieb ist ;-)

In diesem Sinne
EK

Whissel sagt:
29. Juni 2010 um 22:36

hallo

also in irgendeinem blog hast du geschrieben du stehst auf schweiß (auch auf sämtliche andere körperflüssigkeiten)
leider weiss ich nicht mehr welcher beitrag dies war^^ (ja dafür sollte strafe drohen)
also warum nichtmal den mann auf den rücken geschmissen und sich abstrampeln auch wenns draussen über 30 grad hat ;)
der arme hat ja auch evtl. gearbeitet (und nicht nur geexcelt und delegiert)

mfg whissel

neelaa sagt:
5. Juli 2010 um 01:37

dein vorschlag war spannend und fordernd, whissel, und abenteuerlich und voll mit inneren schweinehunden. und darum sei mein heißer sex auch dir gewidmet ;)

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